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In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Wenn wir uns auf unserem Planeten umsehen, stellen wir ganz schnell fest, uns geht es verhältnismäßig gut. Und doch jammern wir auf hohem Niveau. Meiner Meinung nach zu Recht! Zwar leben wir in Frieden und haben längst nicht die Hungersnöte und Wassermangel auszuhalten wie wohl die meisten Menschen auf diesem Planeten, doch fehlt uns irgendwas zum Glück. Wir spüren ganz tief in uns, dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Während die einen keinen blassen Schimmer haben, was sie mit sich und ihrem Leben anfangen sollen, klappt bei den anderen scheinbar alles wie von selbst. Und wiederum andere sind in ihrem Dasein so gefangen und konditioniert, dass sie nicht einmal mehr merken, dass sie gar nicht ihr eigenes Leben leben.

Doch was bedeutet es denn, sein eigenes Leben zu leben? Nun, zäumen wir das Pferd doch mal von hinten auf. Unser Gesellschaftssystem sieht ganz klare Regeln und eine Muster-Struktur vor, nach der sich ein jedes Individuum zu richten hat. Im Kindergarten geht’s schon los. Man muss pünktlich da sein, sonst darf man beim morgendlichen Stuhlkreis nicht mitmachen. In der Schule dann lernt man lesen, schreiben und rechnen. Man lernt, dass es nur darauf ankommt, besser zu sein als alle anderen und zwängt sich so in einen Leistungsdruck, der mit individuellen Bedürfnissen, Neigungen, Talenten und vor allem Träumen absolut nichts mehr zu tun hat. Und so zieht sich das durch die Jahre. Längst reicht es nicht mehr, ein Studium abzuschließen, um eine vermeintlich gute Chance am Arbeitsmarkt zu haben. Im Gegenteil, dir wird von der ersten Vorlesung an eingetrichtert, du taugst nur was, wenn du entsprechende Noten hast. Spätestens an diesem Punkt sollte einem klar werden, dass hier lediglich mit Ängsten gespielt wird. Da hilft einem jungen Menschen, der aus sogenannten „bildungsferneren Schichten“ stammt, leider auch der Tipp, man könne sich über gute Kontakte auch ohne einen 1er Notendurchschnitt auf ein Pflichtpraktikum bewerben, nicht sonderlich weiter. Diejenigen, die mit einem entsprechenden Umfeld gesegnet sind, haben vermutlich auch weniger Probleme mit den Noten, auch wenn die ein oder andere Klausur mehr einem Glücksspiel als einer tatsächlichen Abfrage des Wissensstandes gleicht. Doch wird es immer junge Menschen geben, die sich von solch dummen Sprüchen von so manchem Professor einschüchtern lassen. Solche Aussagen haben lediglich zur Folge: Entweder, man richtet alles in sich auf dieses Weltbild aus und landet dann mit hoher Wahrscheinlichkeit in einigen Jahren oder Jahrzehnten im Burn- bzw. Boreout. Oder aber man stellt fest, dass man hier falsch ist, weil man ja zu nix taugt und das eigene Scheitern bereits vorprogrammiert sei.

Sicher, es mag auch Menschen geben, die genau so einen Weg gehen wollen, die sich berufen fühlen, immer Höchstleistungen abzuliefern um in dieser kapitalistischen Welt an die Spitze der Macht zu kommen. Das sind aber sicherlich nicht alle und meiner Meinung nach eine absolute Minderheit – doch müssen wir alle durch diesen Trichter durch, zur Not mit Gewalt. Und so bleibt uns nichts anderes übrig, als uns anzupassen, so gut wir können mitzuhalten und das Spiel irgendwie über uns ergehen zu lassen, es lange genug durchzuhalten, bis halt dann irgendwann endlich einer die Kiste zunagelt und wir vermeintlich erlöst sind. Ist das der Plan des Universums? Lauter kleine funktionierende roboterähnliche Lebewesen? Wozu denn?

Auf unserem Weg des Erwachsenwerdens verlieren wir die Fähigkeit, unserem inneren Kind zuzuhören. Und wenn wir ganz viel „Pech“ haben, sind unsere Eltern schon so verbogen und verzogen worden, dass sie uns auf diese Gefahr nicht vorbereiten können. Sie haben selbst längst verlernt ihrem Ruf zu folgen. Und sie haben längst vergessen, dass sie einst mal großes mit ihrem Leben vor hatten…

Gut, man könnte jetzt auch sagen, das ist eben Schicksal. Erfolg und Glück sind halt nicht für jeden da. Dazu kann ich nur anmerken – ob du denkst, dieser Satz ist wahr, oder ob du denkst er ist es nicht – Du hast in beiden Fällen recht! Wenn du glaubst, dass du nicht erfolgreich und glücklich sein kannst, wirst du es niemals sein. Doch spüre mal ganz tief in dich hinein. Ist da nicht eine mehr oder weniger zaghafte Stimme, die solche Glaubenssätze ablehnt? Die dir sagt, dass das noch nicht alles gewesen sein kann?

Ganz egal, wo du heute stehst – du hast es in der Hand. Du kannst Pipi Langstrumpf sein und dir deine Welt kreieren, wie du sie haben willst. Sicher, da gibt es ja noch die ganzen Energievampire, Arbeitstiere und sonstige Pfeifen, die dir Hindernisse in den Weg legen könnten. Und sicherlich wirst du in Sackgassen geraten und scheitern. Doch höre mal den Menschen, die bereits dort sind, wo du hin willst zu. Sie sagen dir alle, dass du scheitern musst, um daran zu wachsen. Das Leben ist ein fortwährender Lernprozess! Schule, so wie sie unsere Gesellschaft kennt, hat damit absolut nichts zu tun…

Wir stecken in einem Teufelskreis, aus dem so langsam aber sicher immer mehr Menschen ausbrechen wollen. Momentan schießen Motivations- und Lifecoaches aus dem Boden. Alles Menschen, die aus diesem Teufelskreis ausgestiegen sind, weil sie es wirklich wollten und unerschütterlich daran geglaubt und gearbeitet haben. Alles Menschen, die sich einen Mentor gesucht haben und sich verändert haben, und somit die Welt ein kleines bisschen besser machen.

Gesellschaftlicher Wandel findet langsam statt. Ja, aus Sicht der Soziologie ist das absolut richtig. Doch nimmt dieser Wandel derzeit immer mehr Fahrt auf, immer mehr Menschen erkennen das Potential in sich. Alle Zeichen stehen auf immer schneller fortschreitender Veränderung in den Köpfen und in den Herzen der Menschen. Und wenn diese Menschen nicht aufhören, ihrer Berufung nachzugehen, nicht aufhören auf das innere Kind zu hören und vor allem ihren Kindern ermöglichen, den Zugang zu sich selbst gar nicht erst zu verlieren, dann – ja dann wird eines Tages MEIN Traum von dieser Welt wahr!

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